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Area 53 Festival Line-up

Vom 16. – 17. Juli 2021 fand in Leoben in Österreich das erste Metal Festival seit knapp 1 ½ Jahren statt.

In einer unscheinbaren Wohnsiedlung, in der es außer dem Hornbach Baumarkt nicht viel nennenswertes zu sehen gibt, wurde am vergangenen Wochenende die Erde zum Beben gebracht.

Das Festivalgelände selbst zählt zu den eher kleineren seiner Art. Neben dem Bühnenbereich und dem Campingplatz für die Übernachtungsbesucher gab es noch eine kleine Aneinanderreihung von Shops, die direkt auf dem Weg zum Campingplatz lagen. Auf dem Festivalgelände herrschte selbstverständlich die 3G Regel, um das Festival für alle Besucher so sicher, wie nur irgendwie möglich zu gestalten.

Doch die wirklich wichtige Sache des Festivals ist selbstverständlich die Musik. Was das Thema angeht, haben die Veranstalter des Area 53 eine grandiose Arbeit geleistet, indem sie innerhalb kürzester Zeit ein Wahnsinns Line – Up, unter anderem mit Eisbrecher, Hämatom, Subway To Sally und Epica auf die Beine gestellt haben.

Der Hunger nach Live – Musik, guter Gesellschaft und der beliebten und entspannten Atmosphäre eines Metal Festivals zog sogar Besucher aus dem Ausland ins schöne Leoben, um dieses denkbare Ereignis live mitzuerleben.

Kurz: Alle unterfeierten Leute haben das Area 53 aufgesucht, um sich endlich wieder gute Live Musik durch die Ohren pusten zu lassen – und das war ein voller Erfolg!

Let’s rock – Der Freitag

All Will Know

Am Freitag ist „All Will Know“ als erstes an den Start gegangen und hat das Publikum ordentlich eingeheizt. Mit ganz viel Spaß an Live Musik, sowohl von Seiten der Band, als auch von Seiten des Publikums und fleißiger Animation des All Will Know Frontmannes wurde die Stimmung schon beim ersten Auftritt richtig hoch gepusht.

Scarecrow NWA

Mit sauberem Sound und monströser Stimme hat Scarecrow NWA nachgelegt. Es dauerte nur gut 15 Minuten, bis die Crew die komplette Bühne zwischen den einzelnen Bands umgebaut hatte, inklusive Soundcheck und Drumset. Die geniale Organisation zog sich durch bis in die späten Abendstunden, sodass fast jede Band mit ihrer Show auf die Minuten pünkltich beginnen konnte.

Crystal Viper

Von weit angereist kamen Crystal Viper, deren Begeisterung endlich wieder Live – Musik machen zu dürfen sich unmittelbar auf das Publikum übertragen hatte. Der Stimmungspegel ging steil nach oben, was von der Folgeband Burning Witches noch einmal auf ein ganz neues Level gebracht wurde.

Burning Witches

Schon der Opener „Witch Of The North“ brachte das Publikum zum beben. Die Vertreterinnen der Female Front überzeugten neben ihrer musikalischen Kunst auch durch das ansprechende Bühnenbild, dessen Artworks stark an das Cover des aktuellen Albums „Witch Of The North“ angelehnt war.

Destruction

Doch was wäre ein Metalfestival ohne Mosh- und Circle Pits? Diese gab es selbstverständlich auch beim Area 53. Als die Band Destruction ihr Set spielte, wurde erstmals fleißig gemosht. Auch ein Circlepit entstand während des Sets, der gegen Ende sogar von Frontfrau Laura Guldemond der Burning Witches unterstützt wurde.

Viele der Musiker, die auf dem Area 53 aufgetreten sind, haben sich vor oder nach ihren Auftritten unter das Publikum gemischt. Darunter auch Frontmann Marcel „Schmier“ Schirmer von Destruction, der schon vor der Show mit vielen Fans Fotos machen durfte. Einige Bands trafen sich nach ihren Auftritten mit den Fans zum Quatschen am Merch Stand.

J.B.O.

Am Freitagabend wurde es dann mit den Pinkrockern von J.B.O. noch einmal richtig lustig, bevor die Headliner ihre Auftritte hatten. Es ist allseits bekannt, dass mit J.B.O. auf der Bühne eine Wahnsinnsparty gefeiert wird, bei der das Publikum fleißig mit eingebunden wird und sich über den einen oder anderen Witz amüsieren darf.

Insomnium & Epica

Gekrönt wurde der Freitagabend mit den Headlinern Insomnium und Epica. Als Insomnium die Bühne betraten, wurde das Festivalgelände noch einmal deutlich voller. Die einzigen technischen Schwierigkeiten an diesem Tag gab es bevor Epica mit ihrem Auftritt beginnen wollten. Daraus ergab sich eine Verzögerung von ca. 30 Minuten – aber jetzt mal im Ernst: Wenn bis dahin alles super gelaufen ist, ist so ein kleines Problemchen durchaus verzeihbar. Mit der kleinen Verspätung gab die Symphonic Metal Band alles für ihre Zuschauer und überzeugten das Publikum nicht nur musikalisch, sondern auch mit einer lebendigen Lightshow.

Was vielen Fans besonders gefallen haben dürfte, war dass niemand zum Essen oder Trinken zurück zum Campingplatz laufen musste, da sich soweit das Auge reichte Getränkestände und Futterbuden auf dem Festivalgelände befanden.

Let's rock - Der Samstag

Fearancy

Am Samstag durften Fearancy den ersten Auftritt des Tages hinlegen. Mit voller Power spielte die Band sich in die Herzen der Zuschauer, die sich trotz des strömenden Regens nicht davon abbringen ließen, sich die Show anzuschauen und ordentlich abzufeiern. Die Band bot an diesem Tage schon exklusiv auf dem Area 53 ihr neues Album zum Kauf an, was regulär erst am 13. August erscheint.

Apis, Mission in Black & Silenzer

Die Folgebands Apis, Mission in Black und Silenzer heizten ordentlich ein und boten dem Publikum die perfekte Musik zum Bangen und Moshen. Als Silenzer auf der Bühne waren, wurde die erste Wall Of Death gebaut, bei der es ordentlich knallte.

(Aufgrund von technischen Problemen am Festivaltag gibt es von hier an leider nur noch wenige Fotos in geringerer Qualität)

Chaos Messerschmitt, Nails to Obscurity, Kissin' Dynamite, Hämatom, Subway to Sally, Eisbrecher

Mit den Leobenern von Chaos Messerschmitt wurde dem Festival ein etwas punkigeres Flair verliehen, was ebenfalls von den Zuschauern sehr gut angenommen wurde. Während des Auftrittes von Nails To Obscurity und Kissin´ Dynamite wurde mit aller Power von Pommesgabeln, geballten Fäusten in der Luft und fliegenden Haaren weiter gefeiert. Mit den letzten drei Bands des Tages, Hämatom, Subway To Sally und Eisbrecher wurde den Festivalbesuchern noch eine satte Dröhnung von Deutschrock, Medieval Rock und Gothic / Neue Deutsche Härte dargeboten. Eisbrecher haben den Samstag mit ihrem Auftritt ein mehr als würdiges Ende bereitet und wurden bis in die späten Abendstunden vom Publikum gefeiert.

Nice to know

Jeder Campingbesucher stellt sich vorab die Frage: Wird es fest installierte Toiletten und Duschen geben? So mit echtem Wasser und echter Spülung? Die Antwort in diesem Falle ist: Ja, die gibt es. Die Veranstalter des Area 53 haben mehr als alles gegeben, um ihren Besuchern und den Campern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit fest installierten Toiletten sowohl auf dem Festivalgelände, als auch auf dem Campingplatz konnte sich diesbezüglich niemand beschweren.

Das Gelände selbst verfügte nicht nur über eine Menge Stehplätze, sondern war zudem auch mit einer Vielzahl an gemütlichen Strandstühlen ausgestattet, auf denen sich die Besucher bei Bedarf niederlassen konnten.

Die Bühne des Area 53 hatte eine beträchtliche Höhe, sodass selbst die Zuschauer in den hintersten Reihen alle Auftritte gut sehen konnten. Unabhängig davon, ob sich die Metalheads gerade auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten befanden oder in der hintersten Reihe standen, gute Sicht war überall gewährleistet.

Was obendrein noch als netter Service angeboten wurde, war der Getränkeverkauf direkt im Publikum. Mit einem kleinen Bauchladen haben die Servicekräfte ab und zu ihre Runden durchs Publikum gemacht, sodass sich jeder bei Bedarf ein Getränk kaufen konnte, ohne seinen Platz dafür hergeben zu müssen.

Um ein Resümee zu ziehen: Es war ein grandios arrangiertes Festival, das allen Besuchern ein Stück Normalität zurückgegeben hat und auch den Musikern endlich wieder eine Gelegenheit verschafft hat sich live auszutoben – und zwar vor echten Menschen. Nicht vor Autos, nicht vor laufender Kamera für ein Publikum, was Zuhause auf dem Sofa sitzt. Nein, es war endlich wieder ein irres Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit. Die Zuschauer konnten ohne Maske und Mindestabstand einfach Live Musik genießen, sich mit Freunden treffen, Merch shoppen, lecker essen und trinken und auf dem Campingplatz für sich nach den Gigs weiterfeiern. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für dieses grandiose Festival und freuen uns, dass wir das Area 53 in diesem Jahr, 2021, miterleben durften! Vielen Dank!