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Lord of the Lost enthüllen heute ihre Coverversion von 4’33“. Das Originalstück basiert auf gelegentlichen Geräuschen, die vom Zuhörer während einer Aufführung erstellt und wahr genommen werden – also 4’33“ ist eine Komposition, die sich von anderen Arrangements in erster Linie unterscheidet, weil es sich jedes mal wiederholt, wenn es gespielt oder aufgeführt wird.

Lord of the Lost berichten:

Die Idee, eine Coverversion von John Cages legendärem Stück 4’33“ aufzunehmen, entstand aus einem Witz, und doch aus der Faszination seiner Botschaft: Stille ist genauso ein Teil der Musik wie Noten oder Klänge jeglicher Art. Was passiert, wenn man die Stille auf das erdenkbarste Maximum ausweitet? Ist es noch Musik? Und wenn nicht, warum? Was gibt uns das Recht das zu beurteilen? Wenn man sich die Vergangenheit anschaut – die meisten dieser Veröffentlichungen, die einst als „Lärm“ deklariert wurden, sind jetzt ein fester Bestandteil unserer Kultur.

Wir sprechen nicht nur über Rock und Metal, auch über moderne, klassische Musik oder Jazz. Das letzte Genre ist der lebende Beweis, dass eine rebellische Bewegung gegen das Establishment ein wichtiger Bestandteil von sich selbst werden kann.

Heutzutage ist die durchschnittliche Aufmerksamkeit in Social Media Kanälen auf 15 Sekunden gesunken, sodass unausweichlich deutlich wird, wie lange 4 Minuten und 33 Sekunden erscheinen – unerträglich lang und leise. Aufgrund der Entwicklung im Verlauf der aktuellen Covid – 19 – Pandemie und des teilweise notwendigen Abschaltens der gesamten Musik – und Live – Kultur verwandelte sich 4’33“ von einem Witz oder einem modernen auditiven Kunstwerk in eine Gedenkfeier. Eine Gedenkstätte für die drückende laute Stille, die uns umgibt. All unsere Musiker und Milliarden von Musikfans auf der ganzen Welt.

Lord Of The Lost – 4’33“ Musikvideo