Kontakt

Das Geld liegt auf der Straße – Wo auch sonst? Irgendwie gehts ja immer um Kohle, Zaster, Knete, Asche, Penunzen, die Marie. Geld gibts bekanntlich in allen guten Banken und Sparkassen. Schließlich gilt Geld weltweit als die führende Lösung aller finanziellen Probleme. “Del Lubel muss lollen”, wie ein weiser Chinese einst feststellte – irgendwo muss der pekuniäre Hintergrund für ein lustiges Lotterleben in Saus und Braus ja herkommen.

So machten sich Ohrenfeindt ein weiteres Mal auf in die Hetzwerk-Nullzwei-Studios, um das mittlerweile neunte Studioalbum “Das Geld liegt auf der Straße” unter Dach und Fach zu bringen. Erscheinen wird der neue Langspieler am 30. Oktober. Insgesamt wird der neue Longplay 11 Tracks enthalten, bei denen die Hansestädter ihrem Stil treu geblieben sind: Bottleneck, Harp, klassische Rock’n’Roll Riffs und natürlich die unverkennbare Stimme von Bassist und Frontmann Chris Laut.

Für “Ich kümmer mich drum” – ein Taking care of business-Blues in bester “Dirty Deeds”-Manier – haben die lauten Drei von der Waterkant sogar einen ihrer Helden gewinnen können: kein geringerer als Stefan Stoppok hat die zentrale Sprechrolle des Songs übernommen.

Chris Laut dazu:

Stefan ist einer unserer wichtigsten Einflüsse, gerade in Bezug auf die Textarbeit. Ohne Stoppok hätte es Ohrenfeindt möglicherweise nicht in dieser Form gegeben.

Zum Aufnahmeprozess äußerte sich Olman Viper, unter dessen Fittiche das ganze Werk entstanden ist:

Wir haben dieses Mal darauf verzichtet, Stück für Stück und Spur für Spur aufzunehmen. Ohrenfeindt haben die Basics des Albums live zusammen in einem Raum eingespielt und das hört man auch.

Laut ergänzt:

Wir sind zum ersten Mal nur mit einem Stapel Ideen ins Studio gegangen und haben die Songs eigentlich erst bei den Aufnahmen fertig geschrieben – so wie man es früher gemacht hat. Wir sind in erster Linie eine Liveband, und das soll diese Platte auch zeigen.

Schnelle Nummern wie “Du brauchst Rock” prägen den Tonträger ebenso wie der BottleneckStampfer “Motocross im Treppenhaus”. Untypische Themen wie das Verpassen des Hochzeitstages (“Hektik”), Schreibblockaden (“Die Muse ist im Urlaub”) und die Berufswahl (“Sänger in ‘ner Rock’n’Roll Band”) werden ergänzt durch klassische Motive wie die Liebe (“Mona Lisa”, “Willst Du mit mir gehen”). Aber keine Bange, OHRENFEINDT haben für alles eine Lösung parat (“Ich kümmer mich drum”, siehe oben). Abgerundet wird die Scheibe von “So nicht (Live im Gruenspan)”, einem Vorgeschmack auf das anlässlich ihres 25-JahresJubiläumskonzertes aufgenommene Live-Epos, und die emotionale Ballade “Schlaflied”, deren Text Laut für einen kurz vor den Aufnahmen verstorbenen Freund geschrieben hat.

Abschließend haben die drei Lauten noch zu sagen:

Es gibt kein Entkommen! Hast Du ein Ohr für Roggenrohl, werden wir Dich kriegen! Bei Ohrenfeindt wird mit dem großen Besteck gearbeitet – nix für Weichflöten!