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7 / 10 Punkte
 

Release: 30. April 2021

Line-up:

  • Maximilian Fingernagel – Drums
  • Alex Schmid – Guitars
  • Suzy Pointinger – Vocals
  • Ben Pauswek – Bass

Undying Tracklist

  1. The Path
  2. Fear & Devotion
  3. Moonlight waters
  4. Shadows
  5. Monsters
  6. Ravenqueen
  7. Guardian Angel
  8. Undying
  9. All of the lights
  10. Forelsket

Autumn Bride – Undying Review

„Undying“ heißt das Debütalbum von Autumn Bride, einer Symphonic Metal Band, die sich 2016 eigentlich aus reiner Spaß an der Freud zusammen gefunden hat.

Das Spannende daran: Sängerin Suzy wirkt eigentlich in einer Iron Maiden Tribute Band mit und Gitarrist Alex, Drummer Max, sowie Bassist Ben spielen in erster Linie in verschiedenen Death – und Thrash Metal Bands.

Das Quartett stellt mit „Undying“, ihrem Debütalbum, ihre ganz eigene Interpretation des Genres Symphonic Metal vor.

Auf dem Album findet ihr nicht nur klassischen, melodischen Symphonic Metal wie aus dem Buche, sondern auch verschiedene Passagen, die sich stilistisch mehr in Richtung Gothic Rock und Classic Metal einordnen lassen.

Der Track „Guardian Angels“ wird mit Klavier eingeleitet, bevor die restlichen Instrumente einsetzen, was ihn zu einem besonders stimmungsvollen Track werden lässt. Als erste ausgekoppelte Single gab der Song ein gutes Musterbeispiel ab, was euch auf der Scheibe erwartet.

Aber Autumn Bride haben auch deutlich härtere Riffs zu bieten, wie sie beispielsweise im Titeltrack „Undying“ zu hören sind.

Das schöne an den Album ist, dass es bis zum Rausschmeißer atmosphärisch und kraftvoll bleibt. Selbst der ruhigste Track „Monsters“, der von der Melodie her sehr melancholisch klingt, schafft es die Atmosphäre des Albums zu bewahren.

Wer sich gerne dem Symphonic Metal hingibt, sollte nicht nur rein-, sondern auch zuhören, da das Album mit ganz grandiosen Lyriks ausgestattet ist. Die Ansätze sind teilweise sehr philosophisch und beschäftigen sich mit Fragen, wie „was bedeutet eigentlich Menschsein?“ und „was beschäftigt oder verängstigt uns am meisten?“

Der Gesang wechselt zwischen Brust- und Kopfstimme, wobei die Bruststimme immens kraftvoll ausfällt, sodass die Stimme während der energischen Passagen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Die Kopfstimme erinnert streckenweise an Nightwish. Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Es gibt mittlerweile so viele Bands und Stimmen, dass es wohl kaum möglich ist (gerade im Bereich Symphonic Metal) das Rad komplett neu zu erfinden.

Die Spielgeschwindigkeit bewegt sich hauptsächlich im Midtempo. Es sind zwar gewisse Variationen vorhanden, aber ich hätte mir, was das Thema Geschwindigkeit angeht, noch etwas mehr Variation gewünscht.

Fazit: Mit „Undying“ haben Autumn Bride ein grundsolides Debüt zusammen gezimmert, dass sich wirklich sehen und hören lassen kann. Die Produktion und der Sound sind einwandfrei und der Stil des Albums wird mit einem hinreißenden Artwork untermauert. Also Freunde des gepflegten Symphonic Metals: Beschäftigt euch einmal mit „Undying“ und ihr werdet mit Sicherheit den einen oder anderen Track finden, der euch richtig unter die Haut geht!