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9 / 10 Punkte
 
Ensiferum Thalassic Cover
Artwork by Gyula Havancsák
 

Letzte Aktualisierung am 3.06.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

» Ensiferums Album „Thalassic“ auf EMP*

Label: Metal Blade Records

Dauer: 43:46 (ohne Bonus Tracks)

Release: 10. Juli 2020

Line-up:

  • Petri Lindroos – Vocals / Guitars
  • Markus Toivonen – Vocals / Guitars
  • Janne Parviainen – Drums
  • Sami Hinkka – Vocals / Bass
  • Pekka Montin – Vocals / Keyboards
  • Netta Skog – Accordions
  • Mikko P. Mustonen – Orchestrierung
  • Lassi Logren – div. Volksinstrumente

Thalassic Tracklist

  1. Seafarer’s Dream
  2. Rum, Women, Victory
  3. Andromeda
  4. The Defence of the Sampo
  5. Run from the Crushing Tide
  6. For Sirens
  7. One with the Sea
  8. Midsummer Magic
  9. Cold Northland (Väinämöinen Part III)
  10. Merille Lahteva (Bonus Track)
  11. I’ll Stay by Your Side (Bonus Track)

Thalassic Review

Thalassic beginnt mit dem hoheitlichen, königlichen Intro „Seafarer’s Dream“, das wirklich für Spannung sorgt, ehe es vom bereits ausgekoppelten Song „Rum, Women, Victory“ abgelöst wird. Ein sehr geiler Titel übrigens, wie ich finde. Und so geil wie der Titel, so geil ist auch der gesamte Song. Mitreißende, schwere Gitarrenriffs, eine fast permanent preschende Double Bass und alles zusammen im klassischen Vikinger/Seefahrer-Stil. Seefahrer-Stil? Ja – denn das Album ist ein Themenalbum und die Themen sind Meer, Geschichte, Mythen und Legenden aus aller Welt. Und damit bringen Ensiferum es mit ihrem Intro und dem Song „Rum, Women, Victory“ genau auf den Punkt. Und nicht nur das: Der Titel des Albums „Thalassic“ ist aus dem Altgriechischen übersetzt und bedeutet so viel wie „von oder in Bezug auf Meere“.

Auf „Rum, Women, Victory“ folgt der Song „Andromeda“, in der griechischen Mythologie die Tochter des äthiopischen Königs Kepheus. Einer meiner beiden Favoriten auf dem Album. Ein Song, der regelrecht zum headbangen einlädt und mit einem schwer coolen Gitarrensolo, begleitet von der Kuppe des Ride Beckens, abgerundet wird.

Der Song „The Defence Of The Shampo“ gehört für mich persönlich mit zu den etwas „schäwcheren“ Songs der Scheibe – sofern es sowas überhaupt auf diesem Album gibt. Dennoch muss ich hier den mehrstimmigen Refrain hervorheben, der mir sehr gut gefällt. Deswegen möchte ich hier nochmal betonen: Eigentlich hat diese Scheibe keine schwachen Songs.

„Run From The Crushing Tide“ – Growling und Gesang – etwas, was mir sehr zusagt. Gewohnt schwere Riffs und ein starker Text komplettieren das Lied.

Persönlicher Favorit Nummer zwei auf „Thalassic“: Der Song „For Sirens“. Allein der Rhythmus in den Stophen ist an Genialität kaum zu überbieten. Ebenso simpel wie genial. Wer da nicht headbangen muss, der ist selber Schuld.

One With The Sea“ ist die erste und einzige richtige Ballade auf der Scheibe zu hören. Eine Power-Ballade wie sie im Buche steht mit gefühlvollen Vocals und trotzdem geil.

„Midsummer Magic“ hat zwar auch langsamere Parts im Stück, aber genauso auch wieder härtere Passagen. Ein sehr spannendes Stück mit mehreren Passagenwechseln, die das Lied auf eine ganz eigene Art einzigartig machen.

Das längste Stück auf der neuen Platte ist „Cold Northland (Väinämöinen Part III)“. Was hier aber zu betonen ist, ist dass es nicht unnötig in die Länge gezogen ist, sondern die Länge trotz der über 8 Minuten sehr angenehm ist. Ein schnelles Stück mit schweren Riffs, das dann langsam ausklingt. Genial gemacht.

Fazit: Auf der gesamten Platte gefällt mir das Zusammespiel zwischen Growling und Gesang extrem gut, besonders im Song „Run From The Crushing Tide“. Generell eine Scheibe mit eigentlich durchweg sehr starken Songs, welche sich allesamt an den ursprünglich geplanten Themen orientieren. Definitiv ein musikalisches Meisterstück.

Letzte Aktualisierung am 3.06.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

» Ensiferums Album „Thalassic“ auf EMP*

Weitere Album Infos

  • Aufgenommen und produziert in Petrax und Sonic Pump studios von Janne Joutsenniemi (bereits bei den Alben Victory Songs (2007) und From Afar (2009) involviert gewesen)
  • Artwork von Gyula Havancsák